Alles Anders

Drama und Komödie, Science-Fiction und Gruselfilm.

Die 7. Dresdner Stummfilmtage präsentieren sich unter dem Motto „Alles anders“ musikalisch und filmisch vielfältig.

Anders, weil Corona alles anders macht. Weil es in der Versöhnungskirche diesmal nicht dramatisch, sondern komödiantisch wird – mit Buster Keaton. Anders, weil wir erstmals ein „Kopfhörerkonzert“ veranstalten und Beethoven erst ein Jahr später hochleben lassen. Anders weil wir neue Wege zum Publikum finden wollen und … uns auch etwas anders im Museum – mit Hygienevorschriften, mit alternativen Räumen präsentieren. …und weil wir uns auch im Miteinander etwas anders begegnen. Vielleicht sogar aufmerksamer, mit mehr Gespür für die Zwischentöne, für das Wirkliche, was zählt. Nicht unbedingt körperlich nah, aber doch interessiert, inspiriert, im Geiste nah, im gemeinsamen Erleben miteinander verbunden.

Mittwoch, 09. März | 20 Uhr
Emanuel-Goldberg-Saal

20.000 Meilen unter dem Meer

Regie: Stuart Paton | USA 1916 | 98 min

Professor Aronnax befindet sich an Bord eines Kriegsschiffes auf einer Expedition, welche sich mit einem angeblichen Meeresungeheuer befasst. Eines Tages wird das Schiff von etwas im Meer gerammt und sinkt. Verursacher ist das Unterseeboot Nautilus, welches vom Kapitän Nemo kommandiert wird. Der Kapitän nimmt den Professor, seine Tochter und einen weiteren Überlebenden an Bord und zeigt ihnen die Unterwasserwelt. Dabei erfahren sie von der Bestimmung der Nautilus: alle Kampfschiffe auf den Ozeanen zu zerstören. Sie steuern auf eine Insel zu, auf der sie dem „Kind der Natur“ begegnen. Soldaten überfallen die Insel und die Geheimnisse um Kapitän Nemo werden gelüftet.
Die damals bahnbrechenden Unterwasseraufnahmen gehören zu den ersten ihrer Art. Sie sind den Brüdern J. Ernest- und George M. Williamson zu verdanken, die für den Film eigens eine Unterwasserkamera entwickelten.

Musik UA: Matthias Hirth (comp, fx, keys) | Michael Plättner (e-git, synth)

Donnerstag, 10. März | 20 Uhr
ERNEMANN VII B Museumskino

Beethoven

Fällt aus!
Regie: Hans Otto Löwenstein| AT 1927 | 71 min

Der österreichische Film zeigt uns Beethoven als prometheische Lichtgestalt und als Rebell, der die historischen Erschütterungen seiner Zeit in großen Symphonien verarbeitet. Wir erleben Beethoven als einen Komponisten, in dessen Musik auch die ganze Tragik seines Lebens nachklingt. Mit dem großartigen Fritz Kortner in der Titelrolle zeichnet der Film die wichtigsten Stationen im Leben von Ludwig van Beethoven nach und verknüpft seine Vita mit seinen großen Werken wie der 2., der 5. und 9. Sinfonie, Fidelio und Missa Solemnis. Der Film erschien anlässlich des 100. Todestages des Komponisten (26.03.1927) und wurde in den Listo-Film-Ateliers in Wien-Schönbrunn produziert.

Musik: Richard Siedhoff (Piano)

Freitag, 11. März | 10 Uhr | Schülerveranstaltung
ERNEMANN VII B Museumskino

Beethoven

Fällt aus!
Regie: Hans Otto Löwenstein| AT 1927 | 71 min

Der österreichische Film zeigt uns Beethoven als prometheische Lichtgestalt und als Rebell, der die historischen Erschütterungen seiner Zeit in großen Symphonien verarbeitet. Wir erleben Beethoven als einen Komponisten, in dessen Musik auch die ganze Tragik seines Lebens nachklingt. Mit dem großartigen Fritz Kortner in der Titelrolle zeichnet der Film die wichtigsten Stationen im Leben von Ludwig van Beethoven nach und verknüpft seine Vita mit seinen großen Werken wie der 2., der 5. und 9. Sinfonie, Fidelio und Missa Solemnis. Der Film erschien anlässlich des 100. Todestages des Komponisten (26.03.1927) und wurde in den Listo-Film-Ateliers in Wien-Schönbrunn produziert.

Musik: Richard Siedhoff (Piano)

Freitag, 11. März | 19.30 Uhr
Versöhnungskirche Dresden-Striesen

Our hospitality | Verflixte Gastfreundschaft

Regie: Buster Keaton, Jack G. Blystone | USA 1923 | 87 min

Die US-amerikanische Westernkomödie aus dem Jahr 1923 ist Keatons zweiter abendfüllender Film, der die Geschichte zweier verfeindeter Familien erzählt und auf einer wahren Geschichte beruht. Bemerkenswert sind die halsbrecherischen Stunts, die Keaton selber ausführte, ohne sich zu schonen. Bei einem Stunt schluckte er einmal sogar soviel Wasser, dass sein Magen anschließend ausgepumpt werden musste.
Eine der köstlichsten Komödien der Filmgeschichte, voller genialer Gags, atemberaubender Artistik und märchenhaft versponnener Poesie.

Musik: Michael Vetter (Orgel)

Freitag, 10. März | 22 Uhr
Emanuel-Goldberg-Saal

Der Fuhrmann des Todes

Wird auf August 2022 verlegt!

Regie: Victor Sjöström | SWE 1921 | 107 min

Die Legende lautet so: Wer auch immer in der Nacht vom alten zum neuen Jahr als Letzter stirbt, wird vom Tod selbst verdammt, die Seelen der Verstorbenen in seiner Kutsche einzusammeln. Für ein Jahr ist man Fuhrmann, bis die Bürde auf den Nächsten übertragen wird. Davon berichtete Nobelpreisträgerin Selma Lagerlöf in ihrer Novelle, die Victor Sjöström in ein wunderbar visuell interessantes Schauermärchen verwandelte. Komplexe, nichtlineare Erzählstruktur und die Verbindung von Mystik und Realismus machen diesen Film zu einer einzigartigen Erfahrung.

Musik: Søjus1 (Synthesizer und Schlagzeug)

In Kooperation mit:

Samstag, 12. März | 20 Uhr | Gruselnacht
Emanuel-Goldberg Saal

The White Zombie

Regie: Victor Halperin | USA | 1932 | 90 min

Zombies kennt jeder. Doch diese kennt keiner: Ralph Turnheim hat den ersten Zombie-Film ausgegraben und das vergessene Monster-Meisterwerk THE WHITE ZOMBIE aus dem Jahr 1932 in ein völlig neues Licht gerückt.
Haiti, 1932: Graf Bonmont ist unsterblich in Mathilde verliebt. Doch die heiratet noch heute ihren Verlobten Kurt. Graf Bonmont hat nur eine Chance: Ein Pakt mit LeGrind (gespielt von einem überragenden Bela Lugosi). Durch Voodo-Zauber macht er aus Menschen willenlose Zombies. Warum nicht auch aus der schönen Mathilde? Der Graf zögert. Auf dem Weg zum Traualtar unternimmt Bonmot einen letzten Versuch, die weiße Braut doch noch ohne schwarze Magie zu erobern …

Stummfilmerzähler: Ralph Turnheim

Samstag, 12. März | 22 Uhr | Gruselnacht
Emanuel-Goldberg-Saal

Nosferatu 2.0

100-jähriges Filmjubiläum

Regie: Friedrich-Wilhelm Murnau | D | 1922 | 94 min

Friedrich Wilhelm Murnaus Stummfilm von 1921/1922 ist 100 Jahre alt und immer noch begeistert er Filmschaffende, Filmfreaks und Musiker. Nosferatu ist das Paradebeispiel eines Untoten. Er will einfach nicht sterben. Schon Murnaus Zeitgenossen zeigten sich fasziniert von dem bluttrinkenden Scheusal und seiner Inszenierung als unheilbringende Plage. Und immer wieder erscheint der stumme Dracula – in verschiedensten musikalischen und instrumentalischen Intonationen– auf den Kinoleinwänden der Gegenwart.
Matthias Hirth kennt diesen Film sehr genau, hat ihn mehrfach musikalisch begleitet und überrascht uns diesmal mit seiner Version „Nosferatu 2.0“. Ein Spezial-Soundtrack zwischen Akustik und Elektronik, welcher erstmals als Kopfhörerkonzert zu erleben sein wird!

Musik (UA): Matthias Hirth (comp., fx, keys)

Wir danken der Friedrich-Wilhelm Murnau-Stiftung und Lobster Films für die Unterstützung bei der Filmbeschaffung und für das Bildmaterial.

Besonderer Dank an die Evangelisch-Lutherische Kirchgemeinde Dresden-Blasewitz und Kino im Kasten für die Zusammenarbeit.

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