Die Jubiläumsausgabe der Dresdner Stummfilmtage entführt in die schillernde und oft schaurige Welt von cleveren Detektiven und intriganten Schurken wie Ganoven und bietet viele einzigartige Geburtstagshöhepunkte.
Feierlich eröffnet wird das Festival mit dem wohl längsten deutschen Stummfilm Dr. Mabuse – der Spieler von Fritz Lang. An zwei aufeinanderfolgenden Tagen gibt es die Gelegenheit den ersten und zweiten Teil der Geschichte mit jeweils zwei herausragenden konträren Musikbegleitungen zu erleben.
Danach wird der Leinwandlyriker Ralph Turnheim mit Sherlock und der letzte Hund in die faszinierende Welt des berühmten Sherlock Holmes eintauchen.
Spannend wird es auch am Mittwoch, denn zum ersten Mal wird das neue Improvisationsformat „Blind Date“ stattfinden: Erst am Veranstaltungsabend erfahren das Publikum und die Musikerinnen, welcher Film gezeigt wird, und es findet eine Live-Improvisation statt
Der nächste Höhepunkt ist das Konzert der Dresdner Philharmoniker zum grandiosen Film Modern Times am Donnerstag im Kulturplast.
Darauf folgt ein Orgelabend an gleich zwei verschiedenen Schauplätzen: in der Versöhnungskirche Striesen wird die Krimikomödie Wo ist Coletti? gezeigt, während parallel The Informer in der Kultur- und Weinbergskirche Dresden-Trachenberge läuft.
Am Samstag steht im Kino im Kasten dann der späte (Stumm)-Film Silent Movie auf dem Programm. Hier entfaltet sich eine Hommage an die Stummfilm-Ära und die Slapstickkunst Hollywoods.
Das große Finale der 10. Dresdner Stummfilmtage bildet ein ganz besonderes Kooperationsprojekt: Junge Komponist:innen der Dresdner Komponistenklasse im Alter von 8 bis 19 Jahren entwickelten neue Vertonungen für Kurzfilme der Scherenschnitt-Pionierin Lotte Reiniger. Die Kompositionen für Cello, Saxophon und Schlagwerk werden im Rahmen eines Familienkonzerts am Sonntag in den Technischen Sammlungen uraufgeführt.
Filmfotos

Dr. Mabuse, der Spieler I
Der große Spieler. Ein Bild der Zeit.
© Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung

Dr. Mabuse, der Spieler II
Inferno. Ein Spiel um Menschen unserer Zeit.
© Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung