Geschichte

Der Film ist eng mit der Stadt Dresden und im besonderen mit dem Ernemannbau, dem Gebäude, in dem die Technischen Sammlungen Dresden und das Museumskino ERNEMANN VII B beheimatet sind, verbunden.

Über 100 Jahre lang wurden hier Filmkameras und Filmprojektoren entworfen und gebaut. Heinrich Ernemann produzierte 1903 hier seinen ersten kinematographischen Aufnahmeapparat und nannte ihn „Kino“. Im Museumskino rattert unverdrossen eine Bildtonmaschine ERNEMANN VII B aus Museumsbestand. Sie ist die wohl legendärste Kinomaschine, geschätzt wegen ihrer Zuverlässigkeit und Perfektion, und war in vielen Kinos bis zur digitalen Umstellung noch im Einsatz.

Technische Sammlungen

Technische Sammlungen Dresden

Museumskino ERNEMANN VIIB I © Technische Sammlungen

Museumskino ERNEMANN VII B

Das sonore Rattern der ERNEMANN VII B ertönt auch, wenn Stummfilmperlen wieder zum Leben erweckt werden. Allein allerdings stellt sie sich dieser Aufgabe selten: mit einem Filmvorführer, der es versteht, den alten Apparat zuverlässig zum Laufen zu bringen und mit geeigneter musikalischer Umrahmung entfaltet das stumme Filmmaterial erst seine Magie.

Meistens trägt ein alter Bekannter – das Klavier – dazu bei, die Filme zu untermalen und dem geneigten Publikum einen besonderen Kinogenuss zu schenken. Diese Liaison hatte ihre Blütezeit vor etwa hundert Jahren und entfaltet auch heute wieder ihren Zauber. Daher fanden seit 2002 in regelmäßigen Abständen Stummfilmvorführungen im ERNEMANN VII B Museumskino statt – meist von Matthias Hirth am Klavier begleitet. Aus dieser jahrelangen Zusammenarbeit entstand im Jahr 2016 das Festival Dresdner Stummfilmtage, welches er kurariert.

Vorführraum Museumskino I © Technische Sammlungen ERNEMANN VII B

Filmvorführraum

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